ASB Magazin
Juni 2024
14/17
© ASB/Hannibal
© ASB/Hannibal

Wir im ASB


Liebe Samariterinnen und Samariter,

seit 30 Jahren arbeitet das europäische Netzwerk von Samaritan International e. V. (SAM.I.) mit seinen inzwischen 21 Mitgliedsorganisationen erfolgreich zusammen. Gemeinsam engagieren wir uns in den Bereichen Zivilschutz, Katastrophenhilfe und humanitärer Hilfe sowie für eine starke Sozialpolitik auf EU-Ebene. Wir helfen sowohl in der Ukraine und in den westlichen Balkanstaaten als auch in weiteren osteuropäischen Ländern. Dieses grenzüberschreitende Engagement zeigt: Wir denken europäisch, denn SAM.I. ist Teil der europäischen Bewegung. Das ist mir nicht nur als Präsident des Netzwerkes, sondern auch persönlich ein besonderes Anliegen. 

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges ist Samariter International verstärkt im Einsatz für die Menschen in der Ukraine. Umgehend wurden Hilfsgütertransporte auf den Weg gebracht, Erstunterkünfte aufgebaut, Geflüchtete medizinisch versorgt und psychosozial unterstützt sowie Lebensmittel verteilt. Außerdem organisierten slowakische Samariter:innen (des ASSR) gemeinsam mit den Kolleg:innen aus Italien (ANPAS), Österreich (ASBÖ), Tschechien (ASCR), Südtirol (Weißes Kreuz) und dem ASB ein Transitcamp im slowakischen Vojany, wo alle ihre spezifischen Fähigkeiten einbrachten. Zudem hat das Bündnis unter Leitung von SAM.I.-Generalsekretär Ivo Bonamico gemeinsam mit dem Ukrainischen Samariterbund (SSU) sowie Mitglieds­organisationen aus Österreich, Deutschland, Südtirol und Lettland den Luftschutzbunker eines örtlichen Kinderkrankenhauses repariert und renoviert sowie Schutzräume für die Bevölkerung eingerichtet – alles gelungene Beispiele für solidarisches Handeln. 

Hilfe gelingt besonders gut, wenn sie im Team stattfindet. Dabei lernen wir voneinander und können so das gemeinsame Einstehen für Menschen, die uns brauchen, weiter ausbauen. Denn mehr soziale Unterstützung und persönlicher Schutz sind entscheidende Voraussetzungen für ein lebenswertes Europa. 

Am 9. Juni haben wir die Möglichkeit, das Europäische Parlament neu zu wählen. Europa ist zwar mehr als die Europäische Union, aber wir brauchen eine starke EU, die sich den globalen Herausforderungen stellt, ihren sozialen Herausforderungen gerecht wird und sich nachdrücklich für die europäischen Werte einsetzt. Wir haben es gemeinsam in der Hand, wohin die Reise geht. Also, wählen gehen! 

Ihr

Knut Fleckenstein, 
ASB-Bundesvorsitzender