ASB Magazin
März 2024
7/18

Ein Jahr nach dem Erdbeben: „Es geht langsam aufwärts“

Interview mit dem Trinkwasserexperten Jan Heitmann


Jan Heitmann vom ASB Zweibrücken war im letzten Jahr zweimal mit dem ASB-Soforthilfeteam (FAST) ehrenamtlich im Erdbebengebiet in der Türkei im Einsatz, um frisches Trinkwasser aufzubereiten. Im Interview berichtet der 57-Jährige, der von Beruf Pflegedienstleiter ist, über seine Erlebnisse.

Jan Heitmann vom ASB Zweibrücken war im letzten Jahr zweimal mit dem ASB-Soforthilfeteam (FAST) ehrenamtlich im Erdbebengebiet in der Türkei im Einsatz, um frisches Trinkwasser aufzubereiten. Im Interview berichtet der 57-Jährige, der von Beruf Pflegedienstleiter ist, über seine Erlebnisse.

Die Erdbebenhilfe des ASB
Das ASB-Schnelleinsatzteam FAST war im Februar und März 2023 mit 25 Ehrenamtlichen vier Wochen lang im türkischen Samandağ im Einsatz, um sauberes Trinkwasser für die Menschen aufzubereiten. Insgesamt wurden 150.000 Liter Trinkwasser produziert sowie die türkischen Kolleg:innen in die Inbetriebnahme und Nutzung der Trinkwasseranlage eingewiesen. Außerdem konnte der ASB eine komplett ausgerüstete Zeltambulanz samt Medikamenten für die Hilfsorganisation SEMA in Nordsyrien bereitstellen. Somit konnten von März bis September in der syrischen Stadt Dschindires rund 2.000 Patient:innen versorgt werden, die mit Cholera infiziert waren. 

Im November 2023 waren vier FASTler:innen erneut in der Türkei, um in İskenderun eine Trinkwasserversorgung aufzubauen. Der ASB unterstützt in der Türkei weiterhin beim Wiederaufbau, u. a. mit Wohncontainern für Familien in Kuzeytepe und Kinderbetreuung sowie Traumabewältigung in Hatay. In Syrien verbessert der ASB gemeinsam mit der Partnerorganisation MAPS in der Provinz Idlib den Zugang zu Trinkwasser für Schüler:innen und bietet Bildungskurse sowie psychosoziale Unterstützung für junge Erwachsene und Kinder in der Region Afrin an.


Interview: Maren Windfelder 


ASB

Jan, du warst sowohl beim ersten FAST-Einsatz im Februar 2023 als auch beim zweiten im November dabei. Wie hatte sich die Situation in der türkischen Stadt Samandağ in der Zwischenzeit verändert?

Jan Heitmann

Der zweite Einsatz fand rund neun Monate nach dem Erdbeben statt, und ich habe riesige leere Flächen sowie Trümmerberge gesehen – in Samandağ habe ich fast nichts wiedererkannt. Leider lebten immer noch sehr viele Menschen in Zelten oder selbst gebauten Unterkünften. Ansonsten war die Versorgungslage jetzt besser, ausgenommen die Trinkwasserversorgung. Grund ist, dass die türkische Regierung im Herbst letzten Jahres angefangen hat, die Unterstützung der Trinkwasserversorgung sukzessive zurückzufahren – viele Menschen können sich das Wasser aus Plastikflaschen aber nicht leisten. Sie haben andererseits größte Bedenken, das Wasser aus dem Leitungssystem zu trinken, und das nicht zu Unrecht, denn selbst von den lokalen Versorgern wird das Leitungswasser nicht als Trinkwasser deklariert. 

ASB

Was genau hast du vor Ort gemacht?

Jan Heitmann

Beim ersten Einsatz haben wir in Samandağ sauberes Trinkwasser aufbereitet. Wir haben bis zu 20.000 Liter pro Tag produziert, um damit den örtlichen Trinkwasserversorger zu unterstützen, der das Wasser mit Tanklastern abgeholt und in die betroffenen Gebiete gefahren hat. Beim zweiten Einsatz haben wir in den Behelfsunterkünften mit einer Größenordnung von 500 bis 3.000 Menschen am Stadtrand von İskenderun eine stabile Trinkwasserversorgung aufgebaut. Die türkischen Kolleginnen und Kollegen hatten schon eine tolle Vorarbeit geleistet, sodass wir nur noch die Geräte richtig einstellen sowie die Chemikalien dosieren mussten.

ASB

Was genau hast du vor Ort gemacht?

Jan Heitmann

Beim ersten Einsatz haben wir in Samandağ sauberes Trinkwasser aufbereitet. Wir haben bis zu 20.000 Liter pro Tag produziert, um damit den örtlichen Trinkwasserversorger zu unterstützen, der das Wasser mit Tanklastern abgeholt und in die betroffenen Gebiete gefahren hat. Beim zweiten Einsatz haben wir in den Behelfsunterkünften mit einer Größenordnung von 500 bis 3.000 Menschen am Stadtrand von İskenderun eine stabile Trinkwasserversorgung aufgebaut. Die türkischen Kolleginnen und Kollegen hatten schon eine tolle Vorarbeit geleistet, sodass wir nur noch die Geräte richtig einstellen sowie die Chemikalien dosieren mussten.

ASB

Was genau hast du vor Ort gemacht?

Jan Heitmann

Beim ersten Einsatz haben wir in Samandağ sauberes Trinkwasser aufbereitet. Wir haben bis zu 20.000 Liter pro Tag produziert, um damit den örtlichen Trinkwasserversorger zu unterstützen, der das Wasser mit Tanklastern abgeholt und in die betroffenen Gebiete gefahren hat. Beim zweiten Einsatz haben wir in den Behelfsunterkünften mit einer Größenordnung von 500 bis 3.000 Menschen am Stadtrand von İskenderun eine stabile Trinkwasserversorgung aufgebaut. Die türkischen Kolleginnen und Kollegen hatten schon eine tolle Vorarbeit geleistet, sodass wir nur noch die Geräte richtig einstellen sowie die Chemikalien dosieren mussten.

ASB

Was genau hast du vor Ort gemacht?

Jan Heitmann

Beim ersten Einsatz haben wir in Samandağ sauberes Trinkwasser aufbereitet. Wir haben bis zu 20.000 Liter pro Tag produziert, um damit den örtlichen Trinkwasserversorger zu unterstützen, der das Wasser mit Tanklastern abgeholt und in die betroffenen Gebiete gefahren hat. Beim zweiten Einsatz haben wir in den Behelfsunterkünften mit einer Größenordnung von 500 bis 3.000 Menschen am Stadtrand von İskenderun eine stabile Trinkwasserversorgung aufgebaut. Die türkischen Kolleginnen und Kollegen hatten schon eine tolle Vorarbeit geleistet, sodass wir nur noch die Geräte richtig einstellen sowie die Chemikalien dosieren mussten.