Vor der Bundestagswahl 2025 richtete der ASB-Bundesverband seine Forderungen an die politischen Parteien. Mit Blick auf Herausforderungen wie den Fachkräftemangel, die Klimakrise und die soziale Gerechtigkeit hat der ASB ein Positionspapier entwickelt, das die wichtigsten Handlungsfelder aufzeigt.
„Es braucht mutige Entscheidungen und ein starkes soziales Miteinander für die kommenden vier Jahre, um Deutschland fit für die Zukunft zu machen“, sagt ASB-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller. „Alle unsere Forderungen, mit denen wir Deutschland sozial, sicher und nachhaltig mitgestalten möchten, haben wir in unserem Positionspapier zusammengefasst.“
Unter dem Titel „Zukunft gestalten: sozial, sicher, nachhaltig“ stellt der ASB seine zentralen Anliegen dar, um aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen und das Gemeinwohl in Deutschland zu stärken. Der Verband ruft politische Parteien und Entscheidungsträger dazu auf, diese Forderungen in ihre Programme aufzunehmen und gemeinsam an einer sozial gerechten, sicheren und nachhaltigen Zukunft zu arbeiten.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie die Stärkung der Freiwilligendienste, die Bewältigung des Fachkräftemangels, Reformen in der Pflegepolitik, die Förderung von Inklusion und Teilhabe, Verbesserungen in der Kinder- und Jugendpolitik, der Ausbau des Bevölkerungsschutzes sowie die Sicherung der weltweiten humanitären Hilfe.
Zentrale Forderungen des ASB:
• Stärkung von Freiwilligendiensten:
Der ASB fordert die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Finanzierung für Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Ziel ist es, langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten und soziale Berufe durch Freiwilligendienste zu fördern.![]()
• Bewältigung des Fachkräftemangels:
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, plädiert der ASB für die Vereinfachung der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte durch eine gelebte Willkommenskultur und den Abbau bürokratischer Hürden. Zudem sollen Tariflöhne gefördert und eine Tariftreuepflicht bei öffentlichen Ausschreibungen eingeführt werden.![]()
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• Pflegepolitische Reformen:
Der Verband spricht sich für die Einführung einer solidarischen Pflegebürgerversicherung aus. Zudem sollen die Eigenanteile in der Pflege gedeckelt und Angehörige stärker unterstützt werden.
• Inklusion und Teilhabe:
Der ASB setzt sich für die Streichung der Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen bei Pflegeleistungen (§ 43a SGB XI) ein. Zudem soll barrierefreier Wohnraum gefördert und der Zugang zum Gesundheitssystem verbessert werden.
• Kinder- und Jugendpolitik:
Der ASB fordert die Einführung einer echten, einkommensabhängigen Kindergrundsicherung sowie die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz.
• Verbesserung des Bevölkerungsschutzes:
Der ASB plädiert für die Gleichstellung von Ehrenamtlichen im Bevölkerungsschutz und den Ausbau von Vorsorgestrukturen. Zudem soll der Rettungsdienst als eigenständige medizinische Leistung im SGB V verankert werden.
• Humanitäre Hilfe und Klimaanpassung:
Angesichts globaler Herausforderungen fordert der Verband die Aufstockung der Mittel für humanitäre Hilfe und die Förderung lokaler Resilienzstrukturen.
Mit über 1,5 Millionen Mitgliedern ist der ASB eine der größten Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen in Deutschland. Der föderal gegliederte Verband beschäftigt mehr als 50.000 hauptamtliche Mitarbeiter:innen. Zusätzlich engagieren sich über 20.000 Ehrenamtliche und Freiwillige in den Diensten des ASB.
Das Positionspapier des ASB können Sie hier nachlesen.
Text: Alexandra Valentino